Arbeitskreis Flüchtlinge

Im Rahmen des Dielheimer Herbstes findet am 21.09.2017 im Ludwig-Englert-Haus Balzfeld die Veranstaltung "Olli Roth präsentiert" statt.

Genaue Infos finden Sie hier.



Arbeitskreis Asyl Dielheim

Für ein gutes Miteinander hat sich in Dielheim ein Arbeitskreis Asyl gegründet. Hier geht es darum, den Flüchtlingen den Anfang und die Integration zu erleichtern — aber auch, den Dielheimer Bürgern und Bürgerinnen als Ansprechpartner & Vermittler zu dienen.

Wir wollen direkt vor Ort für unsere Mitmenschen da sein und da helfen, wo Hilfe benötigt wird. Partei-und Konfessions-unabhängig.
Unser Arbeitskreis wurde im Dezember 2015 gegründet. Wir sind ein Arbeitskreis ehrenamtlicher Helfer, unterstützt von der Gemeinde Dielheim und vernetzt mit anderen Arbeitskreisen in der Region.

Wenn Sie uns gerne aktiv unterstützen möchten, kommen Sie zu einem unserer Treffen oder helfen Sie in einem unserer Arbeitskreise (Bildung, Spenden, Freizeit, Soziales, Gesundheit, Öffentlichkeitsarbeit, Arbeits- und Wohnungssuche, Patenschaften oder als Dolmetscher) mit.

Wie arbeiten in verschiedenen Arbeitsgruppen

Bildung (vor allem Deutschunterricht)
Organisation (Struktur, Organisation)
Freizeit: Kultur und Sport
Soziales
Integration in die Arbeitswelt
Wohnen
Patenschaften

……
Ein sinnvolles und gutes Miteinander geht immer von zwei Seiten aus. Fragen, Ängste und Sorgen sind selbstverständlich, diesen offen und gemeinsam zu begegnen nimmt Ängste und beantwortet die Fragen. Wenn Sie sich für eine Mitarbeit interessieren — besuchen Sie uns.

Patenschaften
Übernehmen Sie - alleine oder als Gruppe - eine Patenschaft für eine Person oder eine Familie, helfen Sie bei Alltäglichem und bei der Integration, geben Sie Menschen etwas von Ihrer Zeit.

Zeitspenden
Helfen Sie mit, unterstützen Sie Arbeitskreise, Einzelaktionen oder verbringen Sie Zeit mit unseren Neubürgern: Beim Spazieren gehen, Fahrrad fahren, einkaufen — oder einfach bei einem Gespräch.
Sachspenden

Über den jeweiligen Bedarf können sie sich über die Arbeitsgruppen informieren.

Kontaktaufnahme:

E-Mail: Arbeitskreis-Asyl@dielheim.de


Geldspenden

Finanzielle Mittel benötigen wir um zur Deckung der Unkosten der Helfer, Wohnungsrenovierungen, Transportkosten, Vereinsbeiträgen (z.B. Sportvereinen), etc.

Wenn Sie unsere Arbeit finanziell unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Geldspende:

Gemeindekasse Dielheim
Verwendungszweck: AK Asyl
Sparkasse Heidelberg

IBAN: DE 79 6725 0020 0059 9000 64

Spendenquittungen können ausgestellt werden.

Kurze Zusammenfassung unserer 3. Zusammenkunft :

Für das Kalenderjahr 2016 werden in unsere Gemeinde noch 13 Personen zugewiesen, wobei 8 Personen bereits Anfang April eintreffen werden. Der entsprechende Wohnraum ist in Vorbereitung, dieser wird durch Verlagerung bzw. Umzug bereits in der Gemeinde untergebrachter Flüchtlinge ermöglicht. Auch Lagerplätze für Bekleidung und Möbel konnten gefunden werden, die sich im Zentralort und in Balzfeld befinden. Sachspenden eines Möbelhauses in Form von Regalen, werden nach und nach aufgebaut, um einen Handvorrat sofort benötigter Ausstattungsgegenstände zu haben.

Deutschkurse werden in der Horrenberger Schule angeboten und auch angenommen. Weiterhin ist bekannt, dass sich auch Flüchtlinge in der Gemeinde befinden, deren Verfahren auf Anerkennung /Verbleib abgeschlossen ist, dabei sind auch Personen, deren Anträge abgelehnt sind und somit wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehren werden. Bisher konnte durch sehr gute, akribische Planung der Ehrenamtlichen Helfer des Arbeitskreises fast alle Belange abgedeckt werden.

Dennoch ist der Arbeitskreis noch immer auf der Suche nach freiwilligen Helfern, die sich zu keinen Arbeiten verpflichten müssen, alles ist auf freiwilliger Basis, und ebensolcher Zeiteinteilung gegründet. Wir freuen uns über jeden, der sich bereit erklärt in irgendeiner Weise zu helfen.

Wir werden über weitere Aktivitäten — zeitnah — informieren !




Erstes Treffen am 15. Dezember 2015


Von Hans-Joachim Janik

Ein erster Schritt in Richtung Hilfe für die Flüchtlinge

(hjj) Die Gemeinde Dielheim, federführend Herr Bürgermeister Weis und Leiter des Ordnungsamts Herr Bender, hatten zu einem Treffen interessierter und engagierte Bürger in den Bürgersaal eingeladen.

Ich hatte eigentlich etwas mehr Interesse erwartet, vielleicht wird durch diesen Artikel zu dem umtriebigen Thema Sensibilität geweckt.

Herr Bender, leicht erkältet, versuchte so kurz wie möglich einen kleinen Einblick in den Status der Flüchtlingssituation in der Gesamtgemeinde zu geben. Derzeit sind 44 Personen, allesamt Familien in der Hauptgemeinde und Horrenberg untergebracht. Teilweise bereits seit längerer Zeit, was wohl kaum durch die sehr gute Integration in die Gemeinschaft, bemerkt wurde. Bisher konnte der Wohnraum durch gemeindeeigene Unterkünfte abgedeckt werden.

Dies wird wohl zukünftig nicht mehr möglich sein, da für das Jahr 2016 mit nahezu 100 Personen/Zuweisungen zu rechnen sein wird.

Wohnraum anzumieten ist ein Kostenfaktor von mindestens 6,00€ — 6,50€ pro m², dabei kommen natürlich noch die Kosten für Einrichtung und Unterhaltung der Unterkünfte hinzu. Im Haushalt für 2016 ist bereits eine größere Summe eingestellt worden, die zur Erstellung eines Gebäudes und dessen Einrichtung benötigt werden wird. Dies ist aber kurzfristig nicht der Fall, deshalb ist man intensiv auf die Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen.


Ein erstes Zeichen der Solidarität kam vom Heimatverein Unterhof eV. mit einer Geldspende, die gestern präsentiert wurde. Es gibt bereits auch andere Hilfsangebote aus der Bevölkerung, die nun durch diesen Arbeitskreis in jeglicher Art koordinierend mit dem Ordnungsamt zusammenarbeiten sollen.


Zunächst gab es Fragen, die definierend von Herrn Bender beantwortet wurden, z.B. Flüchtlinge und Asylanten… hierbei ist zu unterscheiden — Bleiberecht — Duldung — Duldung mit späterer Ausweisung. Dann kamen Fragen über Erfahrungen, die man bisher gemacht hat, auch hier wurde bereitwillig Auskunft gegeben, u. A. Engagement der Familie Grünberg aus Horrenberg, die eine Sprachbarriere beseitigen konnten, da die Familie der Flüchtlinge Muttersprache mächtig ist. Ein positives Beispiel der Integration ist ein Mutter mit 8 Kindern aus Afghanistan, die in den nächsten Tagen aus ihrer Unterkunft in ein von der Familie gemietetes Reihenhaus umziehen wird. Die Miete wird von den 3 erwerbstätigen Kindern und der Mutter zu einem sehr großen Teil getragen. Natürlich ist man auch hier noch auf staatliche Hilfe angewiesen, über die aber keine fixe Menge und Qualität eine Aussage gemacht werden kann, dazu gibt es Regelsätze, die permanent der Situation angepasst werden. Die Kinder sind im Übrigen in den Schulen integriert und leisten somit durch ihre erworbenen Deutschkenntnisse Dolmetscherarbeit.


Es wurde nach Vorschlägen zur Hilfe gefragt, die sich über das gesamte Spektrum „Hilfe“ erstrecken — täglicher Umgang mit Behörden — Einkaufen — wo gibt es was etc. Wichtig sind natürlich Sachspenden, wie Einrichtungsgegenstände für die Wohnungen, wobei man da nicht an „Sperrmüll“ denkt, sondern an wirklich gut erhaltenes Mobiliar in Grundausstattung, wie Einzelbetten, Stühle, Tische, kleine Schränke und Kommoden, es richtet sich immer nach dem Platz in derUnterkunft, der zur Verfügung steht. Alles was gespendet wird muß nicht gekauft werden und entlastet den Kämmerer der Gemeinde immens. Es wird deshalb eine Bedürfnisliste erstellt werden, die online auf der Gemeindeseite sowie im Schaukasten und Mitteilungsblatt publiziert wird.
Zum Schluss der Veranstaltung kam der Vorschlag, dass man sich doch vorstellen könne, damit man weiß wer was machen kann und will. Auch eine kleine Gruppenbildung wurde angeregt, um die angebotene Hilfe entsprechend effektiv einsetzten zu können. Das kann tatkräftig (mit Hände Arbeit) aber auch mit Logistik und Organisation, gleichwohl mit dem Kopf und der Power jedes Einzelnen sein.

In der Hoffnung, dass bei der nächsten Zusammenkunft der Bürgersaal überfüllt sein wird, wurde dieser Abend, mit den Wünschen schöne Feiertage und einen angenehmen Jahreswechsel bei bester Gesundheit zu verleben, beendet !

Wir werden Sie natürlich über die weiteren Schritte dieser Institution und Einrichtung auf dem neuesten Stand halten.

Text und Fotos: Hans-Joachim Janik www.kraichgau-lokal.de


http://www.wiwa-lokal.de/?p=151972


Letzte Änderung: 19.07.2017 16:03 Uhr